
Radikulopathie: Rückenschmerzen durch gereizte Nervenwurzeln
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Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden weltweit und können vielfältige Ursachen haben. Eine besonders komplexe und schmerzhafte Form von Rückenbeschwerden ist die Radikulopathie, die durch gereizte Nervenwurzeln verursacht wird. Oftmals geht die Radikulopathie für Patienten mit starken Schmerzen einher.
In unserem Ratgeber widmen wir uns daher ausführlich dem Thema Radikulopathie - von den Ursachen über die Symptome bis hin zu Behandlungsoptionen. Zudem zeigen wir dir, wie du deine Rückenschmerzen durch gezielte Übungen und Akupressur mit unserem TMX PARA Rückentrigger lindern kannst.
Der Begriff "Radikulopathie" leitet sich vom lateinischen Wort "Radix" für Wurzel ab und bedeutet wörtlich übersetzt "die Wurzel betreffend". Diese medizinische Bezeichnung aus der Neurologie bezieht sich auf eine Erkrankung, bei der die Nervenwurzeln geschädigt oder gereizt sind. Synonyme Ausdrücke für Radikulopathie sind Nervenwurzel-Entzündung, auch bekannt als Radikulitis, sowie die Begriffe Wurzelneuritis und Wurzelsyndrom.
Die Radikulopathie ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch eine Irritation oder Kompression der Nervenwurzeln entlang der Wirbelsäule verursacht wird. Diese Nervenwurzeln, auch als Radikulär-Anlagen bekannt, treten zwischen den Wirbeln des Rückenmarks hervor und sind entscheidend für die Übertragung von Signalen zwischen dem Gehirn und anderen Teilen des Körpers.
Wenn diese Wurzeln gereizt oder eingeklemmt werden, können verschiedene Anzeichen auftreten, darunter akute Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Schwäche in den betroffenen Bereichen.
Was ist eine Nervenwurzel und wozu ist sie wichtig?
Die Nervenwurzel ist ein Teil des Nervensystems, der sich aus dem Rückenmark erstreckt und zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule austritt. Genauer gesagt handelt es sich dabei um den Bereich, an dem ein spinaler Nerv (Spinalnerv) in zwei Äste aufgeteilt wird, die als dorsale und ventrale Nervenwurzeln bekannt sind. Die Nervenwurzeln spielen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Signalen zwischen dem zentralen Nervensystem und dem Rest des Körpers.
Während die dorsale (hintere) Wurzel sensorische Nervenfasern enthält, die für die Übermittlung von Empfindungen wie Berührung, Schmerz und Temperatur verantwortlich sind, enthält die ventrale (vordere) Wurzel hingegen motorische Nervenfasern, die die Muskeln steuern und für die Ausführung von Bewegungen verantwortlich sind. Gemeinsam bilden die Nervenwurzeln ein komplexes Netzwerk, das eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem Körper und dem zentralen Nervensystem ermöglicht.
Verschiedene neurologische Beschwerden können durch die Schädigung oder Reizung der Nerven verursacht werden. Zu den Beschwerden zählen unter anderem Schmerzen, Taubheit, Kribbeln oder Muskelschwäche in den betroffenen Bereichen der Wirbelsäule.
Kurz erklärt: Wie ist die Wirbelsäule aufgebaut?
Die Wirbelsäule ist eine komplexe anatomische Struktur, die aus einer Reihe von Wirbeln besteht und als zentrales Stütz- und Schutzorgan des Rückens dient. Die grundlegenden Bestandteile und Merkmale der Wirbelsäule sind:
Die Wirbelsäule erfüllt wichtige Funktionen wie Stütze, Beweglichkeit und Schutz des Rückenmarks.
Wo kann eine Radikulopathie auftreten?
Eine Radikulopathie kann an verschiedenen Stellen der Wirbelsäule auftreten, abhängig von der betroffenen Nervenwurzel. Die häufigsten Bereiche sind:
Die Auswirkungen einer Radikulopathie variieren je nach dem Ort, an dem die Nerven betroffen sind, und können Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche in den entsprechenden Körperregionen verursachen.
Welche 2 Formen der Radikulopathie gibt es?
Die Radikulopathie kann zwischen akuten und chronischen Verläufen unterschieden werden:
Die Behandlung kann je nach der Ursache und dem Schweregrad der Radikulopathie variieren. Akute Fälle erfordern möglicherweise eine schnelle Untersuchung und Interventionen zur Schmerzlinderung und zur Verhinderung weiterer Schäden, während chronische Formen oft eine langfristige Betreuung und Schmerzmanagementstrategien erfordern. Die genaue Diagnose und Therapieentscheidungen sollten immer von einem Arzt getroffen werden.
Wie entstehen die Schmerzen bei einer Radikulopathie?
Die Schmerzen bei einer Radikulopathie entstehen durch die Reizung oder Verengung des Wirbelkanals. Die Nerven treten zwischen den Wirbeln hervor und sind Teil des peripheren Nervensystems. Wenn sie beeinträchtigt sind, können verschiedene schmerzhafte Symptome auftreten.
Wer ist von einer Radikulopathie betroffen?
Radikulopathie kann Menschen jeden Alters und Geschlechts betreffen, wobei bestimmte Faktoren das Risiko für die Entwicklung dieser Erkrankung erhöhen können. Häufig sind Personen im mittleren Alter zwischen 30 und 50 Jahren sowie im fortgeschrittenen Alter eher von einer Radikulitis betroffen, da degenerative Veränderungen der Wirbelsäule im Laufe der Zeit zunehmen.
Ein entscheidender Risikofaktor ist eine Vorgeschichte von Wirbelsäulenproblemen, wie Bandscheibenvorfälle oder degenerativen Erkrankungen. Patienten, die wiederholt schweren Belastungen ausgesetzt sind durch berufliche Tätigkeiten oder Sportaktivitäten, können ebenfalls anfälliger für Radikulopathien sein.
Übergewicht und mangelnde körperliche Fitness können das Risiko für Wirbelsäulenprobleme ebenfalls erhöhen, da sie zusätzlichen Druck auf die Wirbelsäule ausüben. Ebenso können genetische Faktoren eine Rolle spielen, da einige Menschen aufgrund ihrer genetischen Veranlagung anfälliger für Bandscheibenerkrankungen und andere Wirbelsäulenprobleme sein können.
Nicht alle Menschen mit Risikofaktoren erkranken zwangsläufig an einer Radikulopathie. Gleichzeitig können auch Menschen ohne offensichtliche Risikofaktoren von dieser Erkrankung betroffen sein.
Typische Beschwerden
Zu den typischen Beschwerden vom Wurzelsyndrom zählen:
Tritt eine lumbale Radikulopathie bei Patienten auf, äußert sich das oft mit Schmerzen im Bereich der Beine und Kreuzschmerzen. Ist bei der Radikulitis jedoch die Halswirbelsäule der Patienten betroffen, treten die Schmerzen neben dem Rücken im Bereich der Arme, Nacken und Schultern auf.
Kritische Beschwerden: Wann sollte ich zum Arzt gehen?
Sollten einige dieser Symptome auftreten, solltest du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und die Ursache für die Beschwerden abklären lassen.
Auslöser für die Schmerzen bei einer Radikulopathie sind die Reizung oder Kompression der Nervenwurzeln in der Wirbelsäule. Wenn sie beeinträchtigt sind, können verschiedene schmerzhafte Symptome auftreten:
Rückenschmerzen sind in jeder Altersschicht bekannt und die Ursachen dafür können vielfältig sein. Eine häufig übersehene, aber bedeutende Ursache von Rückenschmerzen sind überspannte Muskeln und fasziale Verklebungen. Die Faszien, also das Bindegewebe, das Muskeln, Knochen und Organe umhüllt, spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung und Struktur des gesamten Körpers.
Überspannte Muskeln können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter langes Sitzen im Alltag, falsche Körperhaltung, übermäßige Belastung oder Stress. Wenn Muskeln überlastet sind, können sie sich verkrampfen und verhärten, was zu Schmerzen im betroffenen Bereich führen kann.
Fasziale Verklebungen treten auf, wenn das normalerweise gleitende Bindegewebe zwischen den Muskeln und um die Organe herum verklebt oder verhärtet. Diese Verklebungen können die Bewegungseffizienz einschränken, die Durchblutung beeinträchtigen und zu Schmerzen führen.
Die Kombination von überspannten Muskeln und faszialen Verklebungen kann zu einer Schädigung im muskuloskelettalen System führen, insbesondere im Bereich vom Rücken. Diese Dysfunktion kann zu Beschwerden wie chronischen oder akuten Rückenleiden führen und die Beweglichkeit des Rückens beeinträchtigen.
Die Prävention und Behandlung von Rückenschmerzen aufgrund überspannter Muskeln und faszialer Verklebungen erfordern einen ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, die Förderung einer gesunden Körperhaltung, Dehnübungen, gezielte Faszien-Therapie sowie Stressbewältigungsstrategien. Übungen gegen den Schmerz im Rücken zeigen wir dir weiter unten im Beitrag. Zudem zeigen wir dir, wie du mit unseren TMX-Produkten mittels Trigger-Therapie verklebte Faszien lockern kannst.
Physiotherapie und Massagetherapie können ebenfalls wirksame Ansätze sein, um verspannte Muskeln zu lockern und fasziale Verklebungen zu lösen. Bei anhaltenden oder schweren Schmerzen im Rücken ist eine Untersuchung durch einen Arzt ratsam, um die genaue Ursache zu ermitteln und Krankheiten wie einen Bandscheibenvorfall oder Spinalkanalstenose auszuschließen.
Häufige Ursachen für Radikulopathie
Die Ursachen einer Radikulopathie können vielfältig sein und hängen oft mit der Reizung oder Kompression der Nerven in der Wirbelsäule zusammen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Mögliche Erkrankungen im Zusammenhang mit Radikulopathie
Radikulopathie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen oder Zustände, die durch die Reizung oder Kompression von Nervenwurzeln in der Wirbelsäule verursacht werden. Mögliche Krankheiten, die zu Radikulopathien führen können, sind:
Eine genaue Untersuchung durch einen Arzt ist empfehlenswert, um die spezifischen Ursachen zu identifizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Die Behandlung vom Wurzelsyndrom erfordert in vielen Fällen eine sorgfältige Abwägung verschiedener therapeutischer Ansätze, abhängig von der Ursache, Schwere und den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Gängig sind die konservative Therapie und die operative Therapie.
Konservative Therapie
Operative Therapie
In Fällen von Lähmungen, Lähmungserscheinungen oder Störungen der Reflexe sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, um Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenose oder eine weitere Wirbelsäulen-Schädigung als Auslöser auszuschließen.
Selbsthilfemaßnahmen können eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Schmerz im Rücken durch Radikulopathie spielen. Hier sind einige Tipps, die dabei helfen können:
Durch gezielte Dehnübungen kannst du deinen Rücken von der Halswirbelsäule bis zum Kreuzbein dehnen und so Schmerzen reduzieren. Wir haben dir 3 einfache Übungen zusammengestellt, die du leicht in deinen Alltag einbauen kannst:
Die Triggerpunkt-Therapie ist eine gezielte Behandlungsmethode, die darauf abzielt, sogenannte Triggerpunkte im Muskelgewebe zu identifizieren und zu behandeln. Triggerpunkte sind lokalisierte Verhärtungen oder Knoten in der Muskulatur, die Schmerzen auslösen können und oft mit Rückenschmerzen in Verbindung stehen. Mit der Trigger-Therapie können gezielt Verspannungen in der Rückenmuskulatur gelöst werden, um so Schmerzen zu reduzieren. Für die Rückenbehandlung empfehlen wir dir unseren Wirbelsäulenspezialisten, den TMX PARA Rückentrigger.
Mit dem TMX PARA und unserer bewährten TMX 3er Methode wirkst du deinen Rückenschmerzen gezielt entgegen:
In unserer TMX Übungswelt findest du gezielte Übungen gegen Rückenschmerzen mit unseren TMX PRODUKTEN. Im Gegensatz zu anderen Produkten wie Faszienrollen, üben die TMX TRIGGER einen punktuellen, langanhaltenden und tiefen Druck auf die verspannte Rückenmuskulatur aus und bieten dir so eine langanhaltende Schmerzlinderung.
Zusammengefasst: Rückenschmerzen durch Radikulopathie können durch Irritationen, Schädigung oder Kompressionen der Nervenwurzeln in der Wirbelsäule verursacht werden. Die Symptome können neben Schmerzen, Lähmungserscheinungen und verminderte Reflexe der Muskulatur umfassen. Selbsthilfemaßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Trigger-Therapie und Dehnung können dazu beitragen, die Schmerzen ohne Schmerzmittel zu lindern.